Beschreibung
Aneurysmen sind sackartige Erweiterungen der hirnversorgenden, also arteriellen Blutgefäße. Im Gegensatz zur regelrechten, widerstandsfähigen Gefäßwand ist die Aneurysmawand dünner und kann aufreißen, was zu einer lebensbedrohlichen Blutung (Subarachnoidalblutung, Hirnblutung, intrazerebrale Blutung) führen kann. Da Aneurysmen insbesondere wenn sie klein sind in der Regel keine Beschwerden verursachen, bleiben sie oft lebenslang unentdeckt.
Häufig werden sie als Zufallsbefund diagnostiziert. Nach Schätzungen haben etwa 3 von 100 Erwachsenen ein Hirnaneurysma. Die meisten bleiben unbemerkt und verursachen keine Beschwerden.
Ob ein zufällig entdecktes Hirnaneurysma vorbeugend behandelt oder zunächst kontrolliert werden sollte, wird individuell ärztlich entschieden. Dabei werden das Risiko einer Blutung und die Risiken einer Behandlung gegeneinander abgewogen. Risikofaktoren für das Platzen eines Aneurysmas sind Form, Größe und Lokalisation und Bluthochdruck. Aneurysmen können familiär gehäuft auftreten.
Symptome
Drückt ein Hirnaneurysma auf benachbarte Nerven, können zum Beispiel Sehstörungen oder Lähmungen der Augenmuskeln auftreten. Reißt ein Aneurysma, kann es zu einer Subarachnoidalblutung kommen: einer Blutung in den Raum zwischen Gehirn und Hirnhäuten und damit zu einer Form des hämorrhagischen Schlaganfalls. Plötzlich einsetzende, außergewöhnlich starke Kopfschmerzen sind ein Warnzeichen. Wählen Sie bei diesem Verdacht sofort den Notruf 112.
Diagnostik
- Computertomographie (CT)
- Magnetresonanztomographie (MRT)
- CT-A =CT-Angiographie / MR-A= MR-Angiographie (ersetzt häufig die Katheterangiographie).
- Angiographie, Katheterdarstellung (DSA = digitale Subtraktionsangiographie)
